Roman: Song of Joy



Wer schadet einer Fünfzehnjährigen am meisten?

Ein Vater, der Erfolg verlangt, seiner Tochter aber keine Liebe zeigt?

Ein Fremder, der Drogen gegen einen Fick tauscht?

Oder ein Pädagoge, der Opfer seiner Gefühle wird, die keineswegs selbstlos sind?

Wem wir im Buch begegnen:

Alexander, 51, Lehrer – verpfuscht erst sein Leben und kommt dann seiner minderjährigen Schülerin zu nah. Oder andersherum?

Josephine, 15, Schülerin – hasst ihren Vater und ihren Zuhälter, liebt Drogen und den ungleich älteren Alexander. Bringt er ihr die Rettung oder den Untergang?

Beethoven, 1770 – 1827 – ebnet den Weg der emotionalen Abhängigkeit zweier Außenseiter, die Herz und Bett teilen

Dem Mob - er schreit angewidert und empört auf, weil Gefühle doch wohl bestraft gehören, wenn sie gegen das Gesetz und den moralischen Kodex einer Gesellschaft verstoßen!

Was geschieht?

Kälte, Leistungsdruck und die ständige Forderung nach Erfolg – das ist alles, was die vermögenden Eltern von Josephine Stendal ihrer Tochter zu geben haben. Kein Wunder, dass die musikalisch begabte Heranwachsende, die als rebellisch und verschlossen gilt, Trost in Drogen sucht, die sie teuer bezahlt: Unfreiwilliger Sex ist der Preis, den ein gut betuchter, älterer Herr für die Lieferung der verbotenen Stoffe verlangt. Anerkennung und Zuneigung sucht sie indes vergebens – bis ihr Musiklehrer Alexander Bittner ihr großes Talent erkennt. In privaten Unterrichtsstunden kommen sich Bittner und Josephine auch in emotionaler Hinsicht näher, wobei sich die gegenseitige Zuneigung zunächst vor allem auf der Basis der außergewöhnlichen Liebe zur Musik aufbaut. Während Bittner, der durchaus weiß, dass seine Zuneigung in den Augen der Gesellschaft den Titel „Missbrauch“ trägt, versucht, dem Fortschreiten dieser Beziehung einen Riegel vorzuschieben, ist Josephine vor allem froh, dass es in ihrem Leben endlich jemanden gibt, der ein Interesse an ihrem Wohlergehen hat.

Nach außen behalten sie die Maskerade bei, doch längst hat sich eine wechselseitige Abhängigkeit entwickelt, die über körperliche Genüsse hinausgeht. Für Bittner fühlt es sich keineswegs nach Missbrauch an, er will Josephine Geborgenheit und Wärme geben, schafft es aber auch nicht, sein erotisches Begehren im Zaum zu halten. Der emotionale und moralische Abgrund ist bedrohlich nah, erst recht, als „Joy“ eine skrupellose Rivalin in die Quere kommt, deren Intrige eine Katastrophe entfesselt.

Bittner erglüht in obsessiver Leidenschaft für seine Schülerin, doch er kann nicht verhindern, dass Joy immer tiefer in den Strudel der Drogensucht und Prostitution abgleitet. Die verbotene Liebe im Namen der Musik nimmt ihren Lauf. Beide ahnen nicht, dass sie längst verfolgt werden. Und plötzlich verschwindet das Mädchen von einem Tag auf den anderen und Bittner wird eines schweren Verbrechens beschuldigt…