Indica - Finnisches Schmuckstück (08/10)
„Mystik-Romantik-Pop“ nennen die fünf Mädels der finnischen Band Indica ihren Stil.
Seit 2001 gibt es die Gruppe, die vier Studioalben lang mit finnischen Texten
experimentierten, aber erst jetzt, mit ihrem englischsprachigen Album
„A way away“ die deutschen Charts im Nullkommanichts erstürmten.
Und nicht nur die – Europa steht kopf ob der lieblichen Töne,
hinter denen eine Menge Frauenpower steht. Dass die Finnen,
obgleich als melancholisch bekannt, gute Musik machen,
wissen wir spätestens seit „The Rasmus“, doch diese fünf
ausgesprochen attraktiven Musikerinnen mischen die
seichte Popwelt richtig auf. Seit Wochen sind Jonsu, Jenny,
Heini, Sirkka und Laura in Sachen Radiopromotion in
Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz unterwegs.
Anspieltipp: In passing
Ein Konzept, das sich bewährt: die verträumte Sängerin auf ihrer mit
Blumen geschmückten Schaukel vor einem blassen Riesenmond, mehrstimmiger
Gesang, die musikalische Begleitung opulent, dezente aber stimmungsvolle
Percussion, das Video maßgeschneidert zum Text. Diese Band wirkt ein
bisschen wie eine Kamee aus dem 19. Jahrhundert und ein bisschen wie eine
Blumenfrühlingswiese, dann wieder erinnert sie an üppige Maskenbälle
oder an eine sternenklare Friedhofsnacht. Ganz sicher aber: sie liefert
erstklassigen, rockigen Pop.