Die schönsten Tokkaten (05/10)



"Toccata (von italienisch toccare „berühren, betasten, anfühlen“) ist eine der ältesten Bezeichnungen für Instrumentalstücke, speziell für Tasteninstrumente, und ursprünglich von Sonata, Fantasia, Ricercar etc. nicht sehr verschieden, jedoch meist von freier musikalischer Struktur, im Charakter einer ausgeschriebenen Improvisation, die meist zwischen schnellen Passagen in kurzen Notenwerten und vollstimmigen Akkorden wechselt." (wikipedia)

Der Platz drei meiner persönlichen Best-of-Liste wurde von Charles-Marie Widor komponiert und stammt aus seiner 5. Orgelsinfonie. Ich könnte mir vorstellen, wenn es einen Himmel gäbe, würden diese Klänge ertönen, sobald man ihn betritt.

Platz zwei gehört Léon Boëllmann mit seiner Tokkata aus der Suite gothique pour Grand Orgue op. 25. Zweifelsohne fürchterlich gut geeignet für einen Vampir, der für nächtliche Streifzüge aus seinem Grab steigt.

Wir teilen uns die Geburtstadt, aber leider nicht das Genie: Johann Sebastian Bach, unangefochten und tausendfach gespielt auf allen nur erdenklichen Instrumenten. An seine Tokkata in d-Moll schließt sich großzügig gleich noch die Fuge an. Dieses Stück, einst gemeinsam gehört mit einem großartigen Musiker, hat mich dazu inspiriert, gleich einen ganzen Roman mit musikalischem Hintergrund zu schreiben. Da fällt mir ein, mir ist noch jemand ein Orgelspiel in einer Kirche schuldig. Muss auch keine Silbermann sein!

Viel Spaß beim Reinhören!