Pssst! Ich war wieder dort! (12/09)
Gerade zur Vorweihnachtszeit präsentiert sich das urige Bussjans Hofcafé in Dinklage in
einem besonders gemütlichen Kleid. Wir hatten es kennengelernt, als
es eine Menge schwatzender, lachender und Kaffee trinkender Menschen zwischen seinen dunklen Balken barg,
die sich in die heimeligen Nischen zurückgezogen hatten. Jetzt zeigte es sich uns in einem neuen Licht, kein Gast war zugegen.
Von menschenleer konnte
dennoch keine Rede sein, die Familie Burhorst hatte sich um einen großen Tisch versammelt und knabberte Lebkuchen.
Sofort war der Zauber wieder da und ich ließ mich einhüllen,
unzählige Kerzen um mich herum und eine, nein zwei leckere Waffeln mit Kirschen, Eis und Sahne vor mir auf dem Teller.
Und die Preisfrage: Wo ist das Paradies? ließ sich für diese Stunden leicht beantworten:
Es ist dort, wo eine Familie sich in Liebe und Respekt begegnet, wo Kinderlachen durch die Räume schallt, wo man nichts weiter fühlt,
als die Kraft des Augenblicks, ohne nach dem Gestern und Morgen zu fragen.
Ich bleibe bei meiner Behauptung: Wer in diesem Café noch nicht eingekehrt ist, sollte das unbedingt tun. Hier treffen sich
faszinierende Geschichte und jugendliche Moderne. Hier bleibt der Alltag außen vor, was umso beeindruckender ist, da Familie Burhorst,
die die Gastwirtschaft betreibt, ja selbst einen solchen hat. Vielleicht ist es das den Hauch der Jahrhunderte bergende Ambiente,
welches mich auf samtigen Wellen der Erholung dahintreiben ließ. Vielleicht ist es das Feuer, das im Ofen brannte. Ganz sicher ist es das Gefühl,
sich inmitten einer Gruppe von Menschen zu befinden, die mit sich selbst im Reinen sind und ihr Tagwerk mit Leidenschaft und Besonnenheit anpacken.