
Lebst du in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft?
Bedauerst oder bejubelst du, was gewesen?
Träumst du dich in ein Morgen, das noch nicht ist
und vielleicht nie sein wird?
Wo bist du wirklich in diesen Momenten
wenn du singst, lachst, weinst, schreist, in eine Erdbeere beißt,
ein Klo putzt, ein Gemälde betrachtest, einen Menschen umarmst,
dein Haar kämmst, Straßenbahn fährst, Schnee formst?
Das Gestern ist vergangen,
nur ein zweischattiger Hauch von Erinnerung bleibt dir.
Das Morgen kommt vielleicht oder nicht – oder anders als du denkst.
Das Jetzt ist flüchtig wie der Schlag eines Schmetterlingsflügels,
aber bevor du planst, wünschst, hoffst, erträumst, wartest
und nachdem du erinnerst, schwelgst, grübelst, bereust, verklärst
musst du diesen Flügelschlag
als Windhauch im atmenden Gewölbe
deines Herzschlags gespürt haben.